Meine Fibrokarriere
Wenn ich heute so zurückblicke hat die Fibro bei mir wohl schon um die Geburt meiner Tochter angefangen, also vor ungefähr 18 Jahren.
Damals hatte ich immer mal wieder unerklärliche Schmerzen, mal hier mal da, nichts konkretes. Da ich damals noch im Berufsleben stand, mein Mann eine Umschulung machte, mein Sohn kurz vor der Pubertät war schob ich natürlich alles auf Stress.
Da habe ich wohl falsch gedacht aber das stellte sich erst Jahre später heraus.
In den Jahren 1993 bis 1997 haben wir schwierige Zeiten erlebt. In diesen Jahren wurden auch die Schmerzen immer heftiger. Der "Fibrourknall" kam dann 1997 als ich einige Kieferoperationen über mich ergehen lassen musste.
Die Schmerzen wurden fast unerträglich und da wurde dann das erste Mal von Fibromyalgie gesprochen. Damit konnte ich nun nicht viel anfangen. Also schaute ich im Pschyrembel nach aber was dort stand hat mich irgendwie nicht befriedigt.
1998 bekamen wir dann Internet und zögernd (weil unbekanntes Medium) begab ich mich auf die Suche nach Informationen. Ich fand ein erstes Forum..einen ersten Chat..alles war damals noch in den Kinderschuhen. Ich fand Menschen die das Gleiche hatten wie ich und ich fühlte mich das erste Mal verstanden!!!
Heute gibt es eine Vielzahl an Informationen und Fibro ist auch - Gott sei Dank - bekannter geworden und wird ernst genommen...meistens jedenfalls.
Natürlich war ich zwischendrin immer wieder beim Doc der aber leider nicht viel für mich tun konnte...zu unbekannt die Materie.
Dank einer Internetfreundschaft habe ich einen hervorragenden Schmerzarzt in Berlin gefunden und bin jetzt in den besten Händen. Ich werde ausreichend mit Medikamenten versorgt und die Schmerzen halten sich heute in Grenzen.
Klar habe ich immer wieder Tage an denen ich ausfalle, allein schon wegen der Erschöpfung die die Krankheit mit sich bringt. Wie viele Symptome es gibt habe ich ja schon auf der vorherigen Seite aufgeführt.
Ich kann nur jedem Betroffenen raten sich einen wirklich kompetenten Doc zu suchen, notfalls auch den Arzt zu wechseln wenn es keine adäquate Hilfe gibt. Es muss niemand mit diesen fürchterlichen Schmerzen herumlaufen denn es gibt Mittel und Wege diese zu bekämpfen.
Man kann nur hoffen das eines Tages die Ursache für die Fibro gefunden wird und diese dann entsprechend behandelt werden kann.