Meine kleine Geschichte
Hat die Fibro mein Leben verändert?
Uneingeschränkt geantwortet: ja..sie hat!!
Wenn ich an mein „früheres“ Leben zurückdenke so war ich doch immer irgendwie mittendrin.
Früh geheiratet, früh das erste Kind bekommen. Kurz danach schon wieder geschieden (manches muss nicht sein).
Dann erst mal
eine Ausbildung gemacht. Als diese beendet war folgte ein
Nervenzusammenbruch resultierend aus Querelen mit meinem Exmann!
Ich denke manchmal das war der „Grundstein“ für die Fibro!
Dann habe ich
zugesehen meinen Jungen und mich durchzubringen. Das ist mir immer gut
gelungen denn zu dieser Zeit gab es noch Arbeit.
Im April 1982
lernt ich meinen jetzigen Mann kennen. Es war eine schwierige Zeit für
mich aber wir beide haben alle Hürden gemeistert.
Da waren schon
die ersten – noch leichten – Schmerzen da. 1987, als meine Tochter
geboren wurde waren es schon mehr Schmerzen aber wie schon auf der
Seite vorher erwähnt, schob ich es auf den Stress. 1997 folgte dann der
„Fibro-Urknall“!!
Wie ihr lesen könnt war mein Leben immer bunt und immer in Fahrt.
Das ist nun nicht mehr so und das ist wirklich manchmal hart.
Es fängt schon
damit an das ich nicht lange im voraus planen kann denn ich weiß ja nie
wie es mir in ein paar Tagen geht. Das ist natürlich belastend – für
mich aber auch für den besten Ehemann der Welt.
Gehen wir morgen ins Kino? Weiß ich noch nicht, frag morgen noch mal - und so ist es meistens.
Schaffe ich
meinen Haushalt noch? Jein würde ich sagen. Ich sehe zu das ich das
Meiste erledige aber manchmal bleibt eben doch etwas liegen!
All dieses verändert natürlich einen Menschen.
Ich bin
nachdenklicher geworden aber auch irgendwie ruhiger. Was mich früher
auf die Palme brachte lässt mich heute nur manchmal müde lächeln.
Es gibt
Schlimmeres als Flecken irgendwo..es gibt Schlimmeres als ein Fahrrad
was gestohlen wurde...es gibt Schlimmeres als eine von Katzen zerkratze
Tapete oder ungeputzte Fenster.
Ich genieße
mehr die Momente in denen es mir gut geht (wobei..wann geht es einem
Fibro richtig gut?) und rege mich über solche Sachen nicht mehr auf.
Bin ich nun isoliert weil ich nicht mehr soviel unternehmen kann?
NEIN sage ich
ganz laut denn ich habe mein Internet. Das ist mein Tor nach draußen.
Mein Mann geht zur Arbeit und hat dort seinen Input die Tochter in der
Schule und ich im Net. Viele Freunde hab ich dort draußen –
wahrscheinlich mehr als ich hier im Ort als Gesunde jemals gehabt hätte.
Mit der Fibro
habe ich mich arrangiert – ich habe keine Angst mehr vor ihr! Das ist
das Wichtigste denke ich und das sollten alle beherzigen, die diese
Krankheit haben – keine Angst zu haben. Fibro ist schmerzhaft, böse,
manchmal gemein aber sie lässt uns auch gute Tage und die müssen wir
genießen so gut es eben geht.
Habt ihr Fragen dazu? Dann mailt mich gerne an ich freue mich immer über neue Kontakte.